Qimonda Rettung !?

Im Netz bei mdr.de und anderen Portalen und Newsdiensten konnten man heute schon einige Spekulationen über einen bevorstehende Qimonda Rettung bzw. den Rettungsplan für Qimonda lesen.

Qimonda LogoIch hoffe, dass mein Lieblings- Chiphersteller noch viele weitere Jahre geben wird, denn gerade im Bereich der Speicherproduzenten gibt es sonst keinen (Großen) in Deutschland und in Sachsen hat man ja zudem in den letzten Jahren ein regelrechtes “Silicon Saxony” aufgebaut, so nennen es die Sachsen ;-)

Und was spricht noch so für eine Rettung und einen guten Start von Qimonda in das nächste Jahr:

  • Sachsen plant Rettungspaket mit ca. 300 Mio. €
  • in Dresden geht es immerhin um 3500 Beschäftigte
  • möglicher Verkauf von Qimonda
  • Einsparpotentiale können weiter genutzt werden
  • Interesse bekundet angeblich der Chiphersteller Micron

Weitere positiven Meldungen:

  • GDDR3-Speichermodule sind im Kommen
    • Speicherpreise für GDDR3-1600 Module sind stabil und hoch
    • Weihnachtsgeschäft mit neuen Modulen lässt auch hohe Umsätze hoffen
    • Grundlage für die neuen Intel i7 Boards
    • Qimonda hat erst neue, effiziente Fertigungslinie eröffnet
  • Qimonda produziert weiterhin sehr guten Speicher für Serversystem, Grafikkarten usw.
  • Sachsen plant weitere Unterstüzung kleiner und mittlerer Unternehmen…

Angeblich verhandelt Infinion schon über mit Micron über ein mögliches Verkaufsangebot - wenn es so wäre, dann hätte man Qimonda wenigstens gerettet und der Hersteller kann sich wieder ich auf sein Kerngeschäft, der Speicherentwicklung und -herstellung konzentrieren.

Was auch nicht zu vergessen ist, ist dass Anfang nächsten Jahres Landtagswahlen in Sachsen sind, das wäre ja schlecht, wenn da zum Start gleich reihenweise Betriebsschließungen und Entlassungen auf der Tagesordnung stehen.

Natürlich sind dies bisher alles Spekulationen, aber alle Speicherhersteller der Welt kämpfen derzeit mit den niedrigen Preisen der DRAMs, es wäre echt schade, wenn es Qimonda treffen würde. Das glaube ich aber nicht…

Was meint Ihr dazu? Schreibt einen Kommentar…

Beitrag von Doe am 18. November 2008 | In Hot News |

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4 Kommentare »

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  1. 1

    Qimonda is technisch sehr weit vorne im Gegensatz zu allen anderen DRAM Herstellern mit Ausnahme von Samsung.
    - Chipgrösse 55mm²-1GB Referenz in 65nm Technologie
    (ohne Immersion Litho) in Produktion und qualifiziert.
    - Chipgrösse 27mm²-1GB Referenz in 46nm Technologie,
    vollfunktionsfähige Muster.Dies bedeutet knapp 4X so viele Chips / Wafer im Vergleich zu der 70nm DT Technologie.
    Micron hat mit der 5Xnm Technologie erhebliche Anlaufprobleme
    und müsste bei der Umstellung in Nany / Inotera ungleich mehr
    investieren sofern sie nicht Qimonda oder zumindest die Technologie
    kaufen. (Kupfer BEOL, viele Austauschinvestitionen)
    Der Verkauf wäre eine Rettungsmöglichkeit für viele sehr talentierte
    Designer und Entwickler die nicht gerne in Korea oder einem anderen asiatischen Standort arbeiten möchten…ich hoffe für den Standort, dass ein Stützungskredit seitens Sachsen gemacht werden kann.
    Qimonda hätte es verdient nach der sehr guten technologischen Aufholjagt auch wenn die Leitung einige grobe Fehler gemacht hat (Singapore…)

    Kommentar von lostonifx — 19. November 2008 #

  2. 2

    Ja, meine Rede - in den letzten Jahren hat Qimonda echt Millionen über Millionen in Technologie und in neue Anlagen gesteckt. Und die Entwickler sind alle TOP - klar aus Deutschland - und somit ist auch der enorme Vorsprung in der Technik zu sehen. Gebt der Firma endlich das Geld, damit es weiter gehen kann. Am Ende des Jahres ist neuer Speicher und auch eine Stabilisierung im Speicherpreis in Sicht - da kann man echt was draus machen…

    Und im nächsten Jahr rollt der Rubel wieder flott und munter weiter. Da wird sich auch die Börse ruck zuck wieder erholen. Und alle, die JETZT kaufen, werden Millionäre sein ;-)

    Kommentar von Doe — 19. November 2008 #

  3. 3

    Also ich hoffe Qimonda meldet Konkurs an. Wer über die Bilanzen der letzten Jahre gelesen hat, weiss, dass Qimonda mehr als eine Milliarde pro Jahr verbrennt und eine Erholung ist nicht in sicht. Nun sollen auch noch Steuergelder verwendet werden, die wir alle hart erarbeitet haben.
    Wollte nicht Loh Kin Wah eine Fabrik in Singapur eröffnen? Warum sollen wir nun einem Unternehmen, dass seine Zukunft sowieso im Asiaten raum sieht auch noch mit deutschen Steuergeldern unterstützen?
    350 Mio €, wie lange kann ich damit kann ich 3 Jahre lang jedem Mitarbeiter 30000€ netto/Jahr zahlen ohne, dass er arbeiten muss.

    Kommentar von Andre — 15. Dezember 2008 #

  4. 4

    Leider hat Qimonda ja am 23. Januar Insolvenz angemeldet. Ich habe aber vorhin noch gelesen, dass Qimonda mit einem chinesischen Investor verhandelt hat. Durch die Insolvenz ist es nun leichter einen Investor zu finden. Der chinesische Investor müsse nicht die Schulden übernehmen und auch nicht die Fabrik in Richmond. Der Investor würde gerne eine Halbleiterfabrik in China aufbauen. Mehr weiss ich im Moment auch nicht und ich bin mal gespannt wie es nun weiter geht. Qimonda ist ein wirklich innovatives Unternehmen!

    Kommentar von Flüge — 9. Februar 2009 #

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